Wer nur an Sonnentagen geht,
kommt nie ans Ziel.
Weisheit aus China
Weitere Erläuterungen zusammengestellt von Ortsheimatpfleger Gerhard Henneke
Weihnachten 2019
Lage nach Straßenbezeichnung: Soester Straße
Geographische Lage nach Google Earth: 51°33'14.86'' N 8°14'27.48'' O
Höhe ü.N.N. 166 m
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Sie stehen vor einem Holzkreuz mit einem Korpus aus Metall. Sein Standort liegt abseits von der Landstraße nach Norden. Sie gehen 8 m über eine grasbewachsene Fläche, etwas abschüssig. Kleine Unebenheiten erfordern beim Gehen etwas Vorsicht.
Das Kreuz hat eine Höhe von 3,15 m und eine Breite von 1,40 m. Rechts vom Kreuz finden Sie eine Sitzbank.
Franz-Josef Remmert (+ 2019) aus Altengeseke beschreibt in der von ihm verfassten Broschüre
"Bildstöcke und Wegkreuze in Altengeseke im Sommer 2018" das vor Ihnen stehende Objekt folgendermaßen:
Art: Holzkreuz mit Korpus
Standort: Am Ortsausgang Altengeseke Richtung Neuengeseke
Errichtet: Ca. 1885. Das Wohnhaus Brune (später auch Bäckerei Brune) wurde 1853 erbaut. Nach dessen Errichtung soll es in dem Haus gespukt haben. Es wurde ein Kreuz zur Abschreckung der bösen Geister errichtet.
Beim Straßenbau um 1975 wurde das Kreuz an seinen jetzigen Standort versetzt.
Grund der Errichtung: In einer anderen Überlieferung heißt es: Eine alte Frau Brune, genannt Schütter, sei im Garten gewesen und habe Bohnen gepflückt. Dabei hätte sie einen Blutsturz bekommen, sei heimgekehrt und auf der Deele zusammengebrochen. Sie habe die Stelle des Vorfalls genau bezeichnen können. An dieser Stelle wurde dann das Kreuz errichtet.
Baudenkmal: nein
Renovierung: Das hölzerne Wegkreuz ist noch in einem guten Zustand, könnte einen Anstrich benötigen.
Werner und Hedwig Brune führten in ihrem Hause bis etwa 1998 eine Bäckerei. Werner und Hedwig versorgten die Altengeseker mit Backwaren jeglicher Art. Wie ich erfuhr, ging die Kundschaft durch die Küche in die Bäckerei und dort konnte alles gekauft werden. Etwa 3 x in der Woche fuhr der Bäckerwagen auch durchs Dorf und machte die Kundschaft durch Klingeln auf sich aufmerksam.
Des weiteren waren die Geschwister Brune auf den Volksfesten der umliegenden Dörfer vertreten. Dort hatten sie jeweils einen Verkaufsstand in der Weise, dass ein Wohnwagen seitlich geöffnet war, dort sah man einen Tresen und man konnte Bonbons, Süßwaren, Lebkuchenherzen und viele Leckereien kaufen, die schon in den Jahren um 1950 die Kinderherzen höher schlagen ließen.