Ich glaube, dass die Bibel das
beste Geschenk ist, das Gott
den Menschen jemals gegeben hat.
Alles Gute vom Erlöser der Welt
wird uns durch dieses Buch gesagt.
Abraham Lincoln
Weitere Erläuterungen zusammengestellt von Ortsheimatpfleger Gerhard Henneke
Weihnachten 2019
Lage nach Straßenbezeichnung: nördl. Rand Berger Str. L 747. km-Stein/1,8
Geographische Lage nach Google Earth: 51°33'52.94'' N ,8°21'08.67'' O
Höhe ü.N.N. 205 m
Allgemeines, Programmablauf der Restaurierung, Finanzierung und Quellennachweis klicke hier
Das Kreuz steht nicht unter gesetzl. Denkmalschutz.
Das schlichte, mit einem Corpus versehene und auf einem Natursteinfundament stehende Steinkreuz trägt einen sogen. Titulus crucis, der den Namen des Gekreuzigten u. den Rechtsgrund seiner Verurteilung durch Pontius Pilatus angibt:
J(esus) N(azarenus) R(ex)J(udaeorum)
[=Jesus von Nazareth, König der Juden]
Darunter wurde in griechischer Abkürzung nochmals der Name Jesu angeführt:
I H S
Dann folgte die Gebetsbitte:
Gekreuzigter Erlöser
erbarme dich unser
Das Feldkreuz gehört zum Anröchter Gehöft Schröder-Wienkopp und ersetzte am Karsamstag 1966 ein an gleicher Stelle stehendes älteres Objekt mit gleichen Inschriften, das baufällig geworden war.
Dieses Vorgängerkreuz wies zudem auf der Rückseite die Jahreszahl seiner Errichtung 1879
auf. Stiftungsanlass soll nach familiärer Überlieferung damals die weitgehende Genesung der über lange Zeit gelähmten Ehefrau des seinerzeitigen Hofinhabers Heinrich Schorlemmer-Wienkopp gewesen sein. 1936 wurde das Kreuz durch einen Angehörigen der NSDAP aus Anröchte geschändet und der Holzcorpus abgerissen, konnte aber wieder restauriert werden.
Bis 1982 schmückte er auch das Nachfolgekreuz, wurde dann jedoch durch einen Kunststoffcorpus ersetzt und wird fortan aus Sicherungsgründen im Familienbesitz aufbewahrt.
Quelle:
Juckenhöfel, Elisabeth u.a., Bildstöcke in Geschichte und Gegenwart, Anröchte 1984, S. S. 39ff
Zusatz: Vor vielen Jahren hat die Eigentümerfamilie den Corpus wieder angebracht.
Franz-Josef Schröder, der Hofeigentümer, erzählte, dass der nördlich angrenzende Acker bis zur Separation um 1920 Hofeigentum war. Infolge dieser Umlegungen im Rahmen der Separation
(Flurbereinigung) gelangte der Acker in den Besitz der Kirche, der Hof erhielt einen anderen Acker.
Dennoch hat sich die Familie Schröder immer verpflichtet gesehen, ihr Kreuz zu pflegen.